Interview mit der Energieagentur.NRW

Nachwuchsgruppenleiterin Antonia Graf sprach im Interview mit der Energieagentur.NRW über die Bedeutung des Mobilitätssektors für das Gelingen der Energiewende sowie über die Forschungsthemen der Nachwuchsforschungsgruppe DynaMo.

„Der Anteil der Mobilität am Endenergieverbrauch in Deutschland beträgt 29 Prozent und ist damit erheblich. Hinsichtlich der Klimaziele machen wir deutliche Fortschritte und da hinkt der Verkehrssektor hinterher“, gab Antonia Graf zu Bedenken. Ohne eine rasche und grundlegende Veränderung des individuellen Mobilitätsverhaltens rücke eine Einhaltung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele in weite Ferne. Zwar gebe es zahlreiche, oft lokale Initiativen und Strategien die neue Formen von Mobilität förderten, an einem zentralen Problem werde allerdings kaum gerüttelt: „Einzelne Projekte wie Car-Sharing oder der Ausbau von Fahrradtrassen sind zwar gut, aber die können die Dominanz des Autos nicht brechen. Eine Verkehrswende ist mit motorisiertem Individualverkehr nicht zu machen. Die Entwicklungsmöglichkeiten durch eine Deautomobilisierung sind hoch. Städte können dadurch enorm an Lebensqualität gewinnen.“ Es bedürfe mutiger Schritte um diesen Prozess einzuleiten:  Neben der Förderung alternativer Mobilitätsformen müsse es vor allem auch darum gehen, den individuellen Autoverkehr weniger attraktiv zu machen, etwa durch City-Mauts oder autofreie Tage, so Graf.

 

Das vollständige Interview mit Antonia Graf ist hier zu lesen.